Die CDU nutzt Corona aus, um Schüler zu erreichen.

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Werbung an Schulen ist doch Verboten, oder CDU?

Letzte Woche wurde an der Grundschule Friedrichsfeld ein Buch mit dem Titel „Covid ist da, was nun?“ an die Schulkinder verteilt. Wenn man genauer hinsieht, scheint es sich hierbei jedoch um mehr als nur eine Geste zu handeln. Auf der Rückseite finden sich die Verantwortlichen dieses Kinderbuchs: „Es grüßen euch eure Friedrichsfelder: Carolin Goletz, Georg Schneider, Katrin Cornelißen, Nicolas Kotzke, Hasan Gördü, Sven Brügger, Reinhold Holl und Andreas Pollmann“, zufälligerweise 1:1 der Vorstand des CDU Ortsverbandes Friedrichsfeld (Quelle: https://www.cdu-voerde.de/ortsverbaende). Zugegeben, ein CDU-Logo ist nicht zu finden – wir gehen davon aus, dass der CDU klar ist, dass Parteiwerbung an Schulen verboten ist. Auch in einer Pressemitteilung an die NRZ (16.05.2020) wird mit keinem Wort erwähnt, dass es sich um eine CDU Aktion handelt.  Es wird lediglich auf ein Vorstandsmitglied hingewiesen.

Wir finden, es ist eine sehr fragwürdige und unmoralische Art, die Corona-Pandemie und die Schulen so auszunutzen. Hätte man mit einem solchen Buch tatsächlich nur Gutes tun wollen, wäre es eine offensichtliche Option gewesen, nicht auf die Namen von Politikerinnen und Politikern hinzuweisen, die dieses Jahr zur Kommunalwahl antreten. Im Wahlkampf scheint die CDU krampfhaft nach jedem Strohhalm zu greifen und hat auch keine Skrupel, Corona für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dass sich die CDU somit mal wieder nicht an Absprachen wie: „Corona nicht für den Wahlkampf verwenden“ hält, sei mal dahingestellt. Auch Wahlkampf darf nicht bedeuten, dass man moralische Grenzen überschreitet. Insbesondere Schulen sollten hier tabu sein.