Das Internet ist kein Rechtsfreier Raum – Hasskommentare im Netz

Wer kennt sie nicht, die Kommentarfunktion in sozialen Netzwerken. Es kommt nicht selten vor, dass sich gerade dort sogenannte Hasskommentare finden lassen. Oft sind Kommentare schneller verfasst als durchdacht. Auch verleitete die vermeintliche Anonymität im Netz zu Aussagen, die man face-to-face nicht tätigen würde. Gerade wenn es um politische Themen geht, haben Hasskommentare schnell die Überhand. Debatten kann man so vergessen! Aber was ist die beste Strategie dagegen?
 
Für einen selbst ist es meistens am einfachsten, diese Kommentare zu ignorieren. Sich auf eine Diskussion einzulassen gestaltet sich deutlich schwieriger und ist oft nutzlos, da man den ursprünglichen Verfasser in seiner Meinung kaum beeinflussen kann. Statt neuen Zündstoff zu liefern, ist es daher ratsam, die Diskussion einfach im Sande verlaufen zu lassen.
 
Gegenhalten ist also nicht immer sinnvoll. Lässt man sich auf das Niveau eines Hasskommentierenden oder Trolls ein, hat man schon verloren.
 
Statt zur Diskussion, sollte man daher zur Information greifen. Sachlich und neutral dargestellt, sehen manche Kommentator:innen doch ein, dass sie unrecht haben. Bei hartnäckige Fällen ist jedoch auch dies meistens aussichtslos. Stichwort: Alternative Fakten. Was nicht in das Weltbild des Kommentierenden passt, wird als schlichtweg falsch abgestempelt.
 
Alle Plattformen bieten die Möglichkeit, problematische Kommentare zu melden. Plattformen wie Instagram, Facebook oder Twitter haben dann die Möglichkeit einzelne Kommentare zu löschen oder Accounts komplett zu sperren.
Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen – auch im Netz. Bei besonders schlimmen oder offensichtlich strafbaren Kommentaren gibt es staatliche Meldestellen, zum Beispiel:
Wichtig ist immer: Screenshots machen!
 
In Notfällen, wie z.B. die unmittelbare Androhung einer Straftat kann immer die Polizei unter der Rufnummer 110 kontaktiert werden.
 
Videoquelle: Ein Erklärvideo des Spiegel-Verlag, zu finden und herunterzuladen unter: https://ed.spiegel.de/…/erklaervideo-hasskommentare-im…
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