Sinn und Unsinn zu Corona

​Mit der Corona-Pandemie haben auch in Voerde besondere Zeiten begonnen. Es scheint als würde das Frank Steenmanns – immerhin Bürgermeisterkandidat der CDU – nicht beeinflussen. Er steckt weiterhin im Wahlkampfmodus. Aber fangen wir von vorne an!

Am 31. März tagte der Voerder Stadtrat, um den Haushalt zu beschließen. Das Ganze wurde im Voraus mit ALLEN Fraktionen abgestimmt, Hygienevorschriften wurden beachtet und die Notwendigkeit der Sitzung mehrfach erklärt; mehr dazu hier (https://www.spd-voerde.de/2020/03/31/stadtratsitzung-in-coronazeiten/). Obwohl die CDU also von Anfang an mit im Boot saß und sogar für die Vorschläge stimmte, meint Steenmanns im Nachhinein, die Folgen der Corona-Pandemie hätten doch im Haushalt mit einbezogen werden müssen.

Dass das gar nicht geht, weiß sogar Steenmanns. Im Gespräch mit der NRZ wiederspricht er seinen eigenen Forderungen: „Natürlich kann man heute noch keine konkrete Zahl nennen“. Bravo Frank, du hast es erkannt. Kompetenz, wie wir sie von einem Bürgermeister erwarten, sieht anderes aus.  Corona ist der CDU egal, schließlich ist immer noch Wahlkampf! Wir raten: ruhig bleiben, abwarten und konstruktive Vorschläge machen. Im Moment gibt es Dringenderes und verlässliche Zahlen, wie Steenmanns sie fordert, kann niemand liefern.

Im Wahlkampfmodus ist auch Martin Kuster, Bürgermeisterkandidat von WGV und FDP. Vor der Ratssitzung schrieb er auf Facebook: „Die Behauptung des Bürgermeisters ist absurd, diese umfangreiche Tagesordnung seriös in 30 Minuten beraten lassen zu können.“ – Es hat 20 Minuten gebraucht, dann war die Ratssitzung beendet. Es wird aber noch schlimmer. In Martin Kusters Gedankenwelt war die Ratssitzung nämlich ein perfider Plan von Dirk Haarmann, um Interessen der SPD durchzudrücken. Herr Kuster, nehmen sie bitte ihren Aluhut ab!

Wenn CDU und WGV selbst in Corona-Zeiten im Wahlkampfmodus stecken bleiben, dann haben sie den Ernst der Lage nicht erkannt.