Voerde zeigt Flagge!

Zahlreiche Menschen sind am Samstag dem Aufruf der demokratischen Parteien gefolgt und haben in Voerde ein Zeichen für eine starke, demokratische, Gesellschaft und gegen Hass und Hetze gesetzt. Wir haben für euch die besten Bilder und die Hintergründe noch einmal zusammengefasst.

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, traf sich die AfD am 29. Februar spontan in Voerde. Ursprünglich hatte der AfD-Kreisverband nach Wesel eingeladen. Im Hotel Kaiserhof wollte man sich mit Stephan Brandner treffen. Dem Höcke-Versteher, der als bisher einziger MdB von seinem Ausschussvorsitz abgewählt wurde – und das völlig zu Recht! Als die Öffentlichkeit von dem geplanten Treffen erfuhr, rief die Weseler SPD zu einer Mahnwache auf, an der sich ca. 500 Personen beteiligten.

Der Kaiserhof machte der Sache allerdings schnell einen Strich durch die Rechnung: Brandner wurde Hausverbot erteilt. Kurzerhand quartierte sich die AfD also unter unscheinbarem Namen in einer Voerder Gaststätte ein, baute ihre Plakatwände auf und schloss die Rolladen. Es sollte ja keiner sehen, was die AfD so treibt. Handeln so Demokraten? Im Nachhinein behauptet Brandner, die ganze Aktion sei von vornherein so geplant gewesen. Wer’s glaubt.

Nachdem die Veranstaltung im Nachhinein an die Öffentlichkeit gelangte, wurde von allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen zu einer Kundgebung unter dem Titel “Voerde zeigt Flagge” aufgerufen. Es war bewusst keine Anti-AfD-Demo, sondern eine Kundgebung FÜR etwas: Für Toleranz, Für eine offene Gesellschaft und in Gedenken an Hanau, Halle und Kassel. Auch die AfD ließ sich blicken. Ganze drei Mann kamen – vermummt. Echte Demokraten eben.